Impuls #Auszeit

Wie viel Auszeit erlaube ich mir selbst?Wie viel Time-Out brauche ich ganz persönlich?

Es ist September 2022.  Der Sommer geht so langsam aber sicher zu Ende. Es wird herbstlich.

Und während einige von uns noch von der Kraft der Sonne und des Urlaubs zehren, wünschen sich andere vielleicht schon wieder eine Pause, freuen sich auf die kalte Jahreszeit, die Zeit des Zuhause Bleibens, es sich endlich mal gemütlich machen.

Wie viele andere, spüre ich das Bedürfnis nach mehr Auszeiten als gesellschaftlich "erlaubt" ist ...


Freie Zeit vs. Auszeit

In Deutschland werden uns durchschnittlich 28,9 Urlaubstage gewährt. Dazu kommen im Schnitt 10 gesetzliche Feiertage, 52 Wochenende (je 2 Tage, also 104 Tage). Rechnen wir noch die Zeit vor und nach der Arbeit dazu, die uns ja auch noch als freie Zeit zur Verfügung steht, klingt das erstmal ziemlich viel.

In der Realität fühlt sich das oft anders an, denn: Freie Zeit ist nicht gleich Auszeit. Die meisten von uns haben private Angelegenheiten zu regeln, kümmern sich um ihre Familie, gehen Freizeitaktivitäten wie Hobbys, Reisen, Freunde treffen, oder ähnlichem nach. Die wenigsten von uns nehmen sich wirklich "raus".
 

Was bedeutet es, mir eine Auszeit zu nehmen?

Das definiert jede/r für sich selbst. Als Inspiration und für ein paar erste Ideen habe ich mal ein paar meiner Aspekte von Auszeit zusammengetragen:

Eine Auszeit ist für mich ...

  • die Erlaubnis, mal Nichts Tuns. Nicht effizient sein zu müssen. Nichts leisten zu müssen. Keine sichtbaren Ergebnisse zu liefern. Einfach nur da sein.
  • die Erlaubnis zum Träumen, mich in meinen Gedanken verlieren dürfen. 
  • die Möglichkeit, meine Seele einfach mal baumeln zu lassen. Wie ein Faultier, das versteckt in den Ästen eines großen, blättrigen Baumes einfach nur "abhängt".
  • eine Zeit des Innehaltens, der Ruhe, keine bis wenige Impulse von Außen.
  • die Möglichkeit und den Mut, den Blick von Außen nach Innen zu wenden und mein eigenes inneres Wohlbefinden zur Priorität zu machen - ganz ohne schlechtes Gewissen; weil ich weiß (oder besser gesagt spüre), dass diese Zeit wertvoll für mich ist.



Vielleicht bedeutet eine Auszeit, eine Pause, ein Stopp ja gar kein Stillstand ... Ganz im Gegenteil.

Vielleicht kann dadurch viel mehr in Bewegung kommen als wir denken. Nicht direkt in Form von sichtbaren Ergebnissen, aber auf einer anderen Ebene. Auf einer Ebene, die unten drunter liegt, die unsichtbar neben unserem Alltag und neben all den vielen Aufgaben, die zu erledigen sind, immer mitschwingt.

Die Worte von Elizabet Barrett Browning bestärken mich darin ...

Nichts bringt aus auf unserem Weg besser voran als eine Pause.

 Elizabeth Barrett Browning 

Impulsfragen #Auszeit

  • Welche Worte, Bilder, Personen fallen dir zum Begriff Auszeit ein? 
  • Was bedeutet Auszeit / "sich raus nehmen" für dich ganz persönlich?
  • Warum könnte sich eine Auszeit für dich lohnen?
  • Wenn du dich ab heute 1 Stunde pro Woche raus nehmen müsstest, dir sogar vorgeschrieben wird, 'du musst dir eine Stunde pro Woche Auszeit nehmen', wie würdest du diese Zeit für dich verbringen?
  • Welche Stimmen halten dich (noch) davon ab, dir eine Auszeit zu gönnen?



 Meditation & Journalingfragen zur #Auszeit


Wenn du Lust auf eine geführte Meditation hast, um die obigen Fragen zu erkunden, dann schnapp dir Stift und Papier, suche dir einen ruhigen Platz und nimm dir ca. 10 Minuten Zeit. 

Wenn du Musik wünscht, dann höre zur Einstimmung oder ganz am Ende in das Lied "Truth about the world" von Andrea Marie rein.